FDP lehnt erneute Umstrukturierung der Verwaltung ab
Die FDP-Fraktion stimmt der vorgeschlagenen Umstrukturierung der Verwaltungsorganisation nicht zu. Nicht, weil wir Veränderungen grundsätzlich ablehnen, sondern weil diese Neuordnung erhebliche personelle Risiken birgt.
Die Neuorganisation wurde von der Bürgermeisterin initiiert, ohne die Beschäftigten, die diese Strukturen täglich mit Leben füllen, im Vorfeld einzubeziehen. Wer moderne Verwaltungsführung ernst nimmt, weiß: Gute Organisation entsteht nicht am Schreibtisch, sondern im Dialog mit denjenigen, die die Arbeit leisten.
Besonders kritisch sehen wir die geplante Zuordnung von Musikschule, Stadtarchiv und Stadtbücherei zum Amt für Bildung. Dieses Amt ist aktuell massiv mit der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung an den Grundschulen befasst. In dieser Phase zusätzliche Aufgaben dorthin zu verlagern, halten wir für nicht vertretbar. Diese Entscheidung wird nicht zu Synergien führen, sondern zu weiterer Überlastung der Mitarbeitenden. Eine solche Überlastung birgt die Gefahr, dass qualifizierte und engagierte Angestelle die Verwaltung verlassen. Das sollten wir nicht riskieren!
Uns drängt sich der Eindruck auf, dass die Kritik der Mitarbeitenden aus dem offenen Brief des vergangenen Herbstes nicht ernsthaft aufgearbeitet wurde. Anstatt Vertrauen aufzubauen, wird erneut eine tiefgreifende Strukturentscheidung von oben getroffen.
Den Bereich der Feuerwehr, der inzwischen vom ersten Beigeordneten gut strukturiert wurde, möchte die Bürgermeisterin in Ihren Zuständigkeitsbereich übernehmen. Gleichzeitig gibt sie den konfliktträchtigen Bereich der Musikschule an ein anderes Dezernat ab. Damit werden aber keine Probleme gelöst, sondern lediglich verlagert.
Vorlage TOP 6 Ratssitzung 10.02.2026







